Social Media-Plattformen

Social Media wird längst nicht mehr nur von Privatpersonen genutzt, sondern ist ein wichtiger Bestandteil der Unternehmenskommunikation und des Marketings geworden. Die Bandbreite erstreckt sich von Videonetzwerken über soziale Beziehungs- und Bindungsnetzwerke bis hin zu Angeboten für berufliche Kontakte. Doch welche Plattform kann was und welche neuen Trends gibt es? 

 

Facebook

Als nutzerreichstes soziales Netzwerk bietet Facebook viele Werbemöglichkeiten. Es ist ein Beziehungsnetzwerk und dient vorwiegend der Kommunikation zwischen Mitgliedern. Dabei spricht Facebook ein breites Spektrum an User:innen an, weil es eine große thematische Vielfalt abdeckt. In den letzten Jahren steigt das Durchschnittsalter der Mitglieder, die Zielgruppe ist sehr kaufkräftig. Nutzer klicken, teilen, folgen und kommunizieren entsprechend ihrer persönlichen Interessen. Unternehmensprofile können direkt mit Kund:innen interagieren und so Lob, Kritik und Erfahrung austauschen. Dabei sollten Beiträge authentisch und relevant sein. Zielgruppenspezifische Werbung funktioniert hier mit qualitativ hochwertigen Posts zu passenden Themen. Unternehmen sollten regelmäßig Beiträge auf Facebook publizieren. Am besten funktioniert das mit kurzweiligen Bild- oder Videobeiträgen, die unterhalten. Außerdem ist es hilfreich, Untertitel in Videos hinzuzufügen, da viele User Facebook ohne Ton nutzen. Wenn Videos direkt als sogenannte native Videos auf Facebook hochgeladen werden, steigt die Interaktionsrate deutlich an. Mithilfe der Seiten-Insight lässt sich der Erfolg einzelner Beiträge gut nachvollziehen. 

Facebook-Analytics zeigen beispielsweise die Zahl der Aufrufe und den Abonnentenzuwachs.

Facebook-Insights zeigen das Alter und Geschlecht der Zielgruppe.

YouTube

Die wohl bekannteste Videoplattform hat weltweit über eine Milliarde User:innen und steht auf Platz 2 der meistgenutzten Suchmaschinen. YouTube-Videos haben eine enorme Reichweite. Durch die Masse an Videos besteht aber auch eine erhebliche Konkurrenz. Die Qualität muss also stimmen. Mithilfe von professionellem Storytelling können Unternehmen ihre Präsenz stärken und die eigene Marke im besten Licht präsentieren. Beliebt sind vor allem Videos, die interessant aufbereitet sind und einen Mehrwert bieten. Die Nutzer wollen etwas lernen. Auch längere Formate können auf YouTube gut vermarktet werden. Um die Zuschauerbindung zu erhöhen, kann man beispielsweise Video-Serien ausprobieren. Die Kommentarfunktion bietet eine gute Möglichkeit der Interaktion mit der Zielgruppe.  

Auf YouTube sind alle Altersgruppen vertreten. Teenager schauen am liebsten Videos von YouTubern und Influencern, ältere Nutzer interessieren sich auch für den Content von Unternehmen und Marken. 

Youtube-Videos lassen sich in alle Formen des digitalen Marketings einbinden. Wichtig ist es hierbei, passende Titel und Untertitel zu finden und damit die Videos für Suchmaschinen zu optimieren.  

 

YouTube Shorts

Das neuste Youtube-Feature sind Shorts. In Anlehnung an TikTok-Videos und Instagram-Reels können in der YouTube-App vertikale Kurzvideos erstellt werden. Diese sind ganzheitlich in YouTube integriert und mit YouTube-Kanälen und YouTube Music verknüpft. Auch aus Musikvideos können direkt Shorts erstellt werden. Die Verbindung zu den bestehenden Inhalten soll die Nutzung ankurbeln und YT-Shorts wettbewerbsfähig machen. Die Videos haben eine maximale Länge von 6o Sekunden. Im Create-Mode gibt es viele Möglichkeiten, die Länge, Geschwindigkeit und Effekte anzupassen. Klickt man ein Kurzvideo auf der Startseite an, öffnet sich ein vertikaler Videofeed. 

YT-Shorts können die langen Formate auf YouTube nicht ersetzen, bilden aber eine sinnvolle Ergänzung zur Kundenbindung und bringen neue Möglichkeiten der Vermarktung mit sich. 

Auch auf YouTube lassen sich geschätzte Aufrufe einsehen.

 

Vimeo

Die Videoplattform Vimeo gilt als anspruchsvolleres Videoportal für fortgeschrittene und professionelle Filmproduzent:innen und Filmabteilungen von Unternehmen. Hier können technisch und ästhetisch anspruchsvolle Videoinhalte vermarktet werden. Viele Inhalte werden künstlerisch umgesetzt, daher ist das Publikum auch eher anspruchsvoll und kreativ. 

Jeder kann sich die veröffentlichten Filme anschauen, jedoch können nur Community-Mitglieder bewerten und kommentieren. Die Basisversion des Vimeo-Accounts ist kostenlos. Diese lässt sich um Extras wie mehr Speicherplatz oder ausführliche Statistiken erweitern. Vimeo wird gerne von Kreativen, Künstler:innen und Akteur:innen aus der Medienbranche zur Verbreitung ihrer Projekte genutzt. 

 

Instagram

Die ursprüngliche Fotoplattform hat sich in den letzten Jahren zu einem der bekanntesten Sozialen Netzwerke entwickelt. Neben klassischen Bildbearbeitungs-Features gibt es eine Story- und eine Reel-Funktion. In den Instagram-Stories können kurze Videos und Bilder geteilt werden, die sich durch Aneinanderreihung zu einer Geschichte verbinden lassen. Nach 24 Stunden wird die Story wieder gelöscht. In Anlehnung an TikTok können Nutzer mit Instagram-Reels vertikale Kurzvideos erstellen und mit Effekten und Musik versehen. 

Instagram erreicht vor allem ein junges Publikum unter 35 Jahren. Kernpunkt ist die Ästhetik, daneben erreichen Inspiration und Wissen viele Klicks. Die Beiträge sollten hochwertig gestaltet und schön anzusehen sein. Wichtig ist ein starker visueller Eindruck, der bei der Zielgruppe hängenbleibt. Deshalb gilt für Text: Weniger ist mehr. Ein inhaltlicher und optischer roter Faden hilft dabei, die eigene Stilrichtung zu finden. 

Mit gutem Content und der richtigen Strategie kann man auf Instagram schnell eine große Reichweite aufbauen. Dabei helfen Hashtags dabei, Beiträge zu kategorisieren und spezifische Interessengruppen zu erreichen. 

Kurze Videos können entweder im Feed oder in der Story gepostet werden. Mit Instagram TV (IGTV) ist es inzwischen auch möglich, längere Videos auf der Plattform hochzuladen. Instagram eignet ideal, um den Wert der Marke steigern und Vertrauen zu gewinnen. Es bietet viele Werbemöglichkeiten im News-Feed, zwischen Stories und auch durch Influencer-Marketing, welches in den letzten Jahren große Erfolge erzielte.  

 

TikTok

Im Jahr 2020 war TikTok die weltweit am häufigsten heruntergeladene App. Es werden ausschließlich kurze vertikale Videos produziert und veröffentlicht. Diese sind unterhaltsam und kreativ gestaltet und orientieren sich an aktuellen Trends. Hauptsächlich wird die App von Jugendlichen verwendet, ist also für Unternehmen mit junger Zielgruppe besonders relevant. Für viele Firmen bietet TikTok eine Chance, ein neues Publikum zu gewinnen und die eigene Marke zu präsentieren. Dabei spielen kreative Inhalte und Storytelling eine große Rolle. Am häufigsten werden Inhalte mit emotionalen Reizen geteilt, das können etwa humorvolle Videos, Erklärvideos oder Imagefilme sein. Die kurzen Clips sollten leicht zu konsumieren sein, also auch unterwegs und zwischendurch abrufbar sein. 

Das Empfehlungssystem ist stark personalisiert, was dabei hilft, die Zielgruppe zu treffen. Bei TikTok zählt vor allem Kreativität und Spontaneität. 

Wenn ein Video viral geht, schlägt sich das auch in den Google Trends nieder.

 

Twitter

Beim Microbloggingdienst Twitter gilt: In der Kürze liegt die Würze. Schnelle Reaktionen auf aktuelle Themen und eine gute Portion Humor sind hier das Erfolgsrezept. Die Tweets tauchen in chronologischer Reihenfolge im News-Feed der Abonnent:innen auf. Durch zielgruppengerechte Tweets und das Teilen relevanter Artikel kann man hier viele Follower gewinnen. Dabei kann auch die Einbindung von Videos helfen, auch wenn auf Twitter selten explizit danach gesucht wird. Dafür wird Videocontent hier oft geretweetet und verbreitet sich so. 

Twitter-Advertising bietet zudem Werbemöglichkeiten für gesponserte Profile und Tweets. 

Snapchat

Genaugenommen handelt es sich bei Snapchat um einen Instant-Messaging-Dienst, der besonders bei Jugendlichen beliebt ist. Es können Fotos und kurze Videos verschickt werden, die sich im Anschluss selbst löschen. Auch hier gibt es die „My Story“-Funktion, bei der Beiträge für 24 Stunden sichtbar sind. Inzwischen können über die App auch Textnachrichten versendet und Videoanrufe getätigt werden. 

Auf Snapchat geht es vor allem um Authentizität. Einige Unternehmen führen einen eigenen Account mit relevanten Inhalten für die Zielgruppe oder kooperieren mit Influencer:innen. 

Auf Snapchat sind verschiedene Werbeformate möglich, wie Discover-Inhalte oder Platzierungen zwischen Stories. So gibt es viele Möglichkeiten der Videovermarktung. Um eine sehr junge Zielgruppe anzusprechen, kann man die vielen Bearbeitungsmöglichkeiten, wie Filter und Sticker nutzen. Dabei ist Entertainment wichtiger als die Qualität des Videos. 

 

XING

Berufliche Netzwerke sprechen ein älteres Publikum an als die anderen sozialen Netzwerke. Auch das Interessengebiet der Arbeitswelt ist enger abgesteckt. Durch die Gruppenfunktion kann man die Zielgruppe gut identifizieren und daraufhin relevanten Content produzieren. XING setzt auf Seriosität der Inhalte und unterstützt beim Austausch zwischen Geschäftspartner:innen, Mitarbeiter:innen sowie zwischen Bewerber:innen und Unternehmen. Die Basisversion ist kostenlos nutzbar, die Premiumversion nur gegen eine monatliche Gebühr. 

XING Ads ermöglichen Werbeplatzierungen. Professionelle Videos zu interessanten Themen, die auch einen Mehrwert bieten, können dabei helfen, Firmen als kompetenter wahrzunehmen und die Bekanntheit der eigenen Marke zu steigern. 

 

LinkedIn

Auch auf LinkedIn stehen Karriere und Business im Fokus. Die internationale Plattform wird im deutschsprachigen Raum immer relevanter. Unternehmen nutzen sie, um Recruiting zu betreiben, Beziehungen aufzubauen und zu pflegen und Mitarbeiter:innen weiter auszubilden. Videos erfreuen sich hier einer großen Beliebtheit und können direkt auf der Website hochgeladen werden. Durch das Teilen und Erstellen von Inhalten, können sich Unternehmen in ihrer Branche als Meinungsführer etablieren. Neben dem kostenlosen Basis-Account gibt es verschiedene Modelle der Premium-Mitgliedschaft. 

 

Pinterest

Pinterest ist eine Mischung aus Social Media-Plattform, Suchmaschine und digitaler Bilderbibliothek. Besonders in den Bereichen Mode, Wohnen, Lebensmittel oder Reisen wird die App als Inspirationsquelle genutzt. Nutzer erstellen virtuelle Pinnwände mit Bildern, die oft mit Websites verknüpft sind. Da User gezielt nach interessanten Ideen und schönen Produkten suchen, sind sie sehr kauffreudig. Pinterest eignet sich zur Stärkung der eigenen Marke und der Kundenbindung. Durch sogenannte Promoted Pins bestehen zusätzliche Werbemöglichkeiten. 

 

Der Content muss zur Plattform und zur Zielgruppe passen 

Soziale Medien befinden sich in ständigem Wandel, folgen Trends und sind sehr schnelllebig. Es punkten kurze und knackige Inhalte, die prägnant sind. In Zukunft werden auch Trends wie Virtual und Augmented Reality Einzug in die Social Media-Welt erhalten und neue kreative Kampagnen möglich machen. 

Jede Plattform hat unterschiedliche Ausrichtungen und Zielgruppen, die eine individuell angepasste Marketing-Strategie erfordern. Videos bieten gegenüber Bildern und Text den Vorteil, dass sie Emotionen unmittelbar ansprechen und Botschaften direkter vermitteln. Sie ziehen Aufmerksam auf sich, sodass Nutzer Inhalte öfter und schneller konsumieren. Unternehmen profitieren davon, dass sich durch Videos leicht ein persönlicher Bezug zum Zuschauenden herstellen lässt. Wie beliebt Videos sind zeigt sich an den neu aufkommenden Formaten wie Stories, TikToks, IGTVs und YoutTube Shorts. 

 

 

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Pauline Jürgens

Von Pauline Jürgens

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